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Melbourne – Ein Tag im Gefängnis

17 Okt

Denn aktuellen Beitrag findest du auf meinem neuen Blog: http://www.martinwos.de/melbourne-ein-tag-im-gefangnis/

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Wer auf der Suche nach Kunst und Kultur ist, der ist in der zweitgrößten, 4-Mio-Stadt, Melbourne, genau richtig.

Mit dem kostenlosen Stadtbus erkundeten wir die Stadt. Wir besuchten das Museum of  Melbourne das wirklich viel zu zeigen hatte. Unter anderem  brachten sie täuschend echt Dinosaurier wieder zum Leben (diese Dinosaurier waren unter der Haut elektrisch gesteuerte Roboter).

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Des weiteren machten wir einen  Spaziergang durch das Geschäftsviertel, Chinatown und durch den Hafen, besuchten den Viktoria Market und eine Kunstgalerie mit Aborigines Kunst. Wer sich die Zeit nimmt findet sogar in kleinen versteckten Gassen Wände, die voll von Kunst (Graffiti) sind.

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Unser Highlight in dieser Stadt war allerdings das „Old Melbourne Goal“, ein Gefängnis in dem 130 Menschen ihren letzten Weg zum Galgen machten. Hier sah man ihre Totenmasken und erfuhr die harte Realität über das Leben im Gefängnis und die Straftaten von Männer, Frauen und Kindern, die hier ihre Strafe verbüßten.

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Unter ihnen war auch der legendäre Bandit Ned Kelly, einer der größten Banditen seiner Zeit, der 1880 als letztes in seinem Leben das Aufklappen der Falltür hörte.

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Im Nebengebäude des Gefängnises sprang man in die Rolle eines Verbrechers. Jeder bekam zu Beginn der Führung einen Zettel mit einem Namen, Alter, Wohnort und Grund des Aufenthalts im Gefängnis.

Mein Name war Jack Ribber, ich war 27 Jahre alt und wurde verurteilt wegen mehrfachem Mord und Schlägereien.

Unsere Führung begann…
Eine Wärterin schrie uns an, das Männer rechts und Frauen links stehen müssen und wir ihr mit „Ja Sir“ zu antworten haben. Wir waren schon etwas verwundert über ihre grobe Art, da wir von einer normalen Führung ausgingen.

Sie wollte alle Daten von uns wie Name, Grund, Tätowierungen, Piercings oder Narben. Dies wurde von ihr in ein Buch notiert. Weiter mussten wir unsere Hand- und Fußflächen, sowie den Mundbereich vorzeigen.

Die Geschlechter wurden in getrennte Zellen untergebracht. Ich teilte meine Zelle mit 9 anderen Insassen. Jeder von uns hatte gerade mal ein Quadratmeter für sich! Wer auf Toilette musste hatte zudem alle Blicke auf sich.

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Die Wärterin schaute über eine Luke in die Zelle und erlosch daraufhin das Licht. Es wurde dunkel – Schlafenszeit!
In der Nebenzelle hörte man die Frauen vor Angst aufschreien.

Eine harte Führung, die aber auch zugleich sehr interessant war und uns Einblicke in das Gefängnisleben des 19. Jahrhundert verschaffte.

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Verfasst von - 17. Oktober 2012 in Australien

 

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